Überversorgung & Low-Value-Care im Gesundheitswesen

Im Jahr 2025 haben die Gesundheitsausgaben in der Schweiz erstmals die Marke von 100 Milliarden Franken überschritten. Kernaspekt der Fachveranstaltung: Sind alle Eingriffe und Leistungen nötig?

05.11.2026, 16.00–18.00 Uhr – BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern - Raum 004

Steckbrief

  • Startdatum 05.11.2026, 16.00–18.00 Uhr
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  • Ort BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern - Raum 004
  • Anmeldefrist 23. Oktober 2026
  • Kosten Kostenlos

Die Gesundheitsausgaben und damit auch die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren. Kaum ein Thema beschäftigt die Bevölkerung und die Politik so stark wie die Frage, warum die Gesundheitskosten jährlich ansteigen. Wir präsentieren die Ergebnisse von zwei SNF-Projekten zum Thema Überversorgung im ambulanten Bereich und ergänzen diese mit aktuellen Ergebnissen zum stationären Sektor.

Der medizinische Fortschritt hat unser Leben verlängert

Der medizinische Fortschritt hat unser Leben massgeblich verlängert und verbessert. Infektionskrankheiten, die noch vor wenigen Generationen häufig tödlich verliefen, sind heute meist gut behandelbar. Auch chronische Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden oder psychische Erkrankungen lassen zunehmend erfolgreich therapieren – die Lebenserwartung ist entsprechend markant gestiegen.

Gleichzeitig: viel Geld für Leistungen ohne Mehrwert

Gleichzeitig fliesst ein beträchtlicher Teil der Gesundheitsausgaben in medizinische Leistungen, die den Patient*innen keinen Mehrwert bringen. Die OECD beziffert diese Verschwendung auf bis zu 20%der gesamten Gesundheitsausgaben in Industrienationen. Die Hauptsorge dabei: Patient*innen erhalten häufig Behandlungen und Tests ohne medizinischen Nutzen. Prominente Beispiele dazu sind routinemässige Blutuntersuchungen vor Standardeingriffen und Bildgebung bei unkomplizierten Rückenschmerzen.

Und wie steht es um die Schweiz?

Doch wie gross ist das Problem hierzulande – werden auch in der Schweiz Patient*innen überversorgt oder wird nur das gemacht, was wirklich nötig ist? Werden Laboruntersuchungen zu viel eingesetzt oder werden Patient*innen gar unnötig operiert? Diesen und weiteren Fragen widmet sich unser Institutsanlass zur Überversorgung und Low-Value Care im Schweizer Gesundheitswesen.

Programm

16.00 Uhr: Big Picture: Ist Überversorgung ein Problem im Schweizer Gesundheitswesen?

Prof. Dr. Tobias Müller

16.20 Uhr: Überversorgung im ambulanten Bereich

Daniel Ammann, Doktorand & Wissenschaftlicher Mitarbeiter

16.40 Uhr: Überversorgung im stationären Bereich

Dr. Ana Cecilia Quiroga Gutierrez, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

17.00 Uhr: «Den Überversorgern auf der Spur – datengetriebene Detektivarbeit»

Dr. Ivan Tomka, CEO Blacklight Analytics

17.20 Uhr: Wrap-up und Diskussion

Prof. Dr. Tobias Müller

17.45 Uhr: Abschluss der Veranstaltung

Apéro