Kreative Methoden in der Konfliktbearbeitung

In dieser Weiterbildung werden mit kreativen Herangehensweisen Zugänge zu schwierigen und blockierten Konfliktsituationen geschaffen.

Die Weiterbildung:

  • befähigt zum situationsbezogenen Einsatz kreativer, ganzheitlicher Ansätze im Mediationsprozess.
  • vermittelt auf Basis aktueller Hirnforschung wirksame Zugänge zu den Konfliktbeteiligten.
  • vermittelt Ihnen, wie Sie Ihre Mediand*innen mit geeigneten Bildern und Geschichten (Storytelling) erreichen oder berühren können.
  • zeigt Ihnen, wie Sie in blockierten Situationen Ihre Mediand*innen körperlich und innerlich in Bewegung bringen können.
  • regt Sie an, in Mediationsprozessen neue Wege auszuprobieren und sich als Mediatorin oder Mediator mit Ihren Grenzen auseinanderzusetzen.
  • richtet sich an Fach- und Führungspersonen unterschiedlicher beruflicher Herkunft, die in ihrem Arbeitsalltag mit Konfliktbearbeitung zu tun haben und ihre methodischen Kompetenzen vertiefen möchten.
Aufmerksame Kursteilnehmerinnen

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Mikro-Zertifikat / Teilnahmebestätigung
  • Dauer 6 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 13.3.2028
  • Anzahl ECTS Mit Kompetenznachweis: 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2’850
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 13./14. März 2028
    3. April 2028
    8./9. Mai 2028
    29. Mai 2028

Inhalt + Aufbau

Portrait

Die Weiterbildung zeichnet sich durch eine ganzheitliche Sicht und Herangehensweise in der Konfliktbearbeitung aus. Kreative Methoden, welche über das rational-vernünftige Verstehen hinaus gehen, dienen dazu, Blockaden zu lösen, die Intuition spielen zu lassen und den konstruktiven Umgang mit starken Gefühlen in der Konflikttransformation zu fördern. Dazu werden neuste neurowissenschaftliche Erkenntnisse gezielt für die Anwendung in der Mediation oder im Konfliktcoaching vermittelt. Sie entwickeln ein Gespür für die Passung dieser kreativen Zugänge an die spezifische Situation und Ihre persönliche Arbeitsweise.

Ausbildungsziel

Die eigene Anwendung und Auseinandersetzung mit kreativen Mitteln wie Bilder, Storytelling, Körper und Bewegung oder die Arbeit mit Sprachmustern und Keywords führen Sie auf spielerische und lustvolle Art zu einer dynamischen und wirksamen Praxis:

  • Sie erweitern Ihre methodischen Kenntnisse mit kreativen Ansätzen und Instrumenten, basierend auf aktuellen Erkenntnissen aus der Hirnforschung und den Neurowissenschaften.
  • Sie setzen sich dabei mit Herangehensweisen auseinander, welche über das rational-vernünftige Verstehen hinausgeht.
  • Sie kennen unterschiedliche Instrumente und Techniken, eskalierte und blockierte Konfliktsituationen konstruktiv anzugehen.
  • Sie erweitern Ihre Kompetenz, situationsbezogen geeignete kreative Instrumente im Konflikttransformationsprozess einzuflechten.
  • Sie setzen sich mit dem Mediationsprozess über das Phasenmodell hinaus auseinander und lernen im Prozess Ihre eigenen Konzeptchoreographien zu schreiben.
  • Sie wissen um die Hindernisse und Möglichkeiten, Menschen in konfliktreichen, stressvollen Situationen zu erreichen.
  • Sie erweitern Ihr Selbstverständnis bezüglich Ihrer Rolle als Mediatorin oder Mediator beziehungsweise als Konfliktcoach.
  • Sie verstehen, wie Sie Gefühlen im Konfliktbearbeitungsprozess einen passenden (öffnenden) Raum geben können.

Die Weiterbildung beinhaltet 6 Präsenztage

1. Lerneinheit: 2 Tage (milan)

Grundlagen für den Einsatz kreativer Methoden: Warum und wozu? Wann und wie?

  • Die Rolle des Unbewussten in Konflikten und in der Konfliktbearbeitung: Darstellung einiger relevanter Erkenntnisse aus der Hirnforschung und den sozialen Neurowissenschaften
  • Wie können wir mit dem Unbewussten, das in Konflikten solch großen Einfluss hat, kommunizieren?
  • Die ethische Frage – Ist das nicht Manipulation? Wie vertragen sich indirekte Interventionen mit unserer mediativen Haltung?
  • Überblick über die Palette an kreativen Methoden mit praktischen Beispielen: Arbeit mit Bildern und Visualisierung, Filmclips, Sprachmustern, Geschichten und Metaphern, Körper- und Bewegungsübungen (Embodiment), Aufstellungen
  • Umgang mit schwierigen Emotionen – bei uns und bei den Konfliktparteien: Wie entstehen Gefühle, wie können wir sie nutzen und sogar gestalten?
  • Viele praktische Übungen zur Verschränkung von Theorie und Praxis
  • Einführung in den Kompetenznachweis: Auswahl und Aufbereitung einer Methode für den eigenen Methodenkoffer

2. Lerneinheit: 1 Tag online (Hanna Milling)

Storytelling – Einführung in die Kunst Geschichten zu erzählen

  • Ein narrativer Blick auf Konflikte und ihre Lösung: Die (Re-)Konstruktion von Wirklichkeiten durch Geschichten
  • Die Kunst des Geschichtenerzählens als wirksame Intervention in der Konfliktbearbeitung
  • Warum wir in der Mediation Geschichten erzählen: die Wirkkraft und Funktionen von Geschichten im Konfliktbearbeitungsprozess
  • Einsatzfelder: In welchen Situationen passen Geschichten?
  •  Die Kunst des Erzählens erlernen und erproben
  • Aufbau und Austesten eines Geschichtenrepertoirs für die eigene Praxis

3. Lerneinheit

1. Tag Visualisieren in Mediation und Konfliktbearbeitung (Susanne Mouret)

  • Eigene Visualisierungsfähigkeiten verbessern und erweitern
  • Grundregeln der Bild- und Textgestaltung kennen und trainieren
  • Konflikte und Gesagtes visuell sichtbar machen
  • mit Wort und Bild Klarheit in der Komplexität schaffen
  • Unterschiedliche Perspektiven sicht- und besprechbar machen sowie Perspektivenwechsel ermöglichen

2. Tag: Methoden im Mediationsprozess verorten und Methodenkoffer erweitern (milan)

Den kreativen Werkzeugkoffer bestücken: praktische Tipps zur Entwicklung eines individuellen, spontan einsetzbaren Repertoires an Methoden

  • Indirekter, aber zielorientiert Einsatz von Methoden: Orientiert am Phasenmodell der Mediation stellen wir Situationen und Einsatzfelder für die Arbeit mit kreativen Medien zusammen

4. Lerneinheit, 1 Tag (milan und Studienleitung)

Den eigenen Mediations- und Beratungsstil erweitern und trainieren

  • Training unserer mediativen Haltung und Performance im Alltag: Techniken und Übungen zur Arbeit mit dem eigenen Unbewussten (Mentaltraining)
  • Marktplatz: Präsentation der erprobten Methoden und Erfahrungen in Kleingruppen

Fachinputs, Reflexionsarbeit, Rollenspiele
Einzelarbeit, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum.

Der Kompetenznachweis besteht aus der Wahl einer im Kurs vermittelten kreativen Methode. Die Teilnehmenden bereiten diese für ihren eigenen Methodenkoffer auf, erproben sie in der Praxis und reflektieren ihre Erfahrungen sowie den theoretischen Hintergrund und die situative Passung. Am letzten Kurstag findet ein Marktplatz statt, wo die Methoden und Erfahrungen vorgestellt werden.

Titel + Abschluss

Mikro-Zertifikat bei SAS mit ECTS-Abschluss und Teilnahmebestätigung ohne ECTS-Abschluss

Was ist ein SAS – Short Advanced Studies?

Das Format Fachkurs heisst neu SAS. Das Weiterbildungsformat SAS vermittelt kompakt aktuelles Wissen und Sie können damit ECTS-Credits erwerben. Um ECTS-Credits zu erwerben, erfüllen Sie die Zulassungsbedingungen und erbringen einen erfolgreichen Kompetenznachweis. Die Weiterbildungen können je nach Inhalt an CAS, DAS und MAS angerechnet werden. 

Möchten Sie sich weiterbilden, ohne ECTS-Credits zu erwerben? Dann nehmen Sie einfach am SAS teil, ohne einen Kompetenznachweis zu erbringen.
Noch Fragen? 
Antworten finden Sie in unseren FAQ zu den Short Advanced Studies (SAS)

Dozierende

Voraussetzungen + Zulassung

Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungspersonen unterschiedlicher beruflicher Herkunft, die in ihrem Berufsalltag mit Konfliktbearbeitung zu tun haben (Mediation, Konfliktmanagement, Coaching, Supervision) und die sich für herausfordernde Konfliktsituationen ein methodisches Repertoire aneignen wollen.

Voraussetzung für diese Weiterbildung ist ein erfolgreicher Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation, des CAS Konfliktmanagement oder eine vergleichbare Ausbildung oder eine Ausbildung in Beratung, Psychotherapie oder in Sozialer Arbeit sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Konfliktberatung.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

13./14. März 2028
3. April 2028
8./9. Mai 2028
29. Mai 2028

Beratung + Infoveranstaltungen

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur

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