MindMate
Seit Beginn der Covid-Pandemie nahmen psychische Probleme bei jungen Erwachsenen zu. Welche Anforderungen ein Chatbot-basiertes System erfüllen sollte, um die psychische Gesundheit von Studierenden zu fördern, untersucht dieses Projekt.
Factsheet
- Schools involved School of Engineering and Computer Science
- Institute(s) Institute for Patient-centered Digital Health (PCDH)
- Research unit(s) PCDH / AI for Health
- Strategic thematic field Thematic field "Caring Society"
- Funding organisation BFH
- Duration 01.06.2024 - 30.06.2026
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Head of project
Prof. Dr. Kerstin Denecke
Prof. Dr. Dandan Pang -
Project staff
Prof. Daniel Reichenpfader
Dr. Lorenz Affolter
Prof. Dr. Andreas Sonderegger
Elia Gabarron - Partner Norwegian Centre for E-Health Research
- Keywords Mental Health, Digital Health
Situation
Seit Beginn der Covid-Pandemie nahmen psychische Probleme bei jungen Erwachsenen stark zu. Als Reaktion fordert der Verband Schweizer Studierendenschaften (VSS) in seiner Resolution Hochschulen dazu auf, die mentale Überlastung von Studierenden ernst zu nehmen und rief das Student Minds Network ins Leben, um schweizweit Initiativen voranzutreiben. Im Kanton Bern nutzen nur etwa 10% der Studierenden bestehende Beratungsangebote für psychische Probleme, oft aufgrund mangelnder Kenntnis oder Zugangsbarrieren. Hier setzt das Projekts «MindMate» an. Wir planen die Entwicklung eines spezialisierten Chatbots, der nicht nur das Bewusstsein für bestehende Beratungsangebote steigert, sondern auch niederschwellige Zugänge schafft, um Hemmschwellen bei der Inanspruchnahme zu verringern. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie der Chatbot präventive Massnahmen unterstützen und somit frühzeitig zur psychischen Stabilisierung beitragen kann.
Course of action
Im Projekt wurde ein nutzerzentrierter Ansatz verfolgt, um eine digitale Lösung zur Förderung der psychischen Gesundheit von Studierenden zu entwickeln. Anforderungen von Studierenden, Studienberatungen, Psycholog:innen und weiteren relevanten Stakeholdern wurden in Interviews und Workshops systematisch erhoben und in ein fachliches sowie technisches Konzeptüberführt. Auf dieser Grundlage wurde ein App-Prototyp entwickelt, der verschiedene LLM-basierte Funktionen kombiniert, darunter ein Chatbot zur Vermittlung von Unterstützungsangeboten, ein Chatbot zur Lernplanung sowie Werkzeuge zur Organisation von Prüfungen, Aufgaben und To-dos. Ergänzend wurden Fragen der Sicherheit, Akzeptanz und des verantwortungsvollen Einsatzes von KI im Kontext psychischer Gesundheit untersucht.
Result
Die entwickelten Konzepte und der entstandene Prototyp bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung von MindMate zu einer nachhaltig einsetzbaren Unterstützungsplattform für Studierende. Künftige Arbeiten fokussieren auf die Erweiterung der Funktionen, die Integration in bestehende Hochschulplattformen und Kommunikationskanäle sowie den Einsatz leistungsfähiger, datenschutzfreundlicher Sprachmodelle. Darüber hinaus sollen die Wirksamkeit und Akzeptanz der Anwendung in grösseren Studien untersucht und weitere evidenzbasierte Unterstützungsangeboteintegriert werden. Langfristig soll MindMate dazu beitragen, den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu erleichtern und die psychische Gesundheit von Studierenden zu fördern.