Interprofessionelle Praxisausbildung

Fördern Sie gezielt interprofessionelles Lernen in Ihrer Praxis und gestalten Sie Lernprozesse patient*innenzentriert. Praxisnahe Methoden und Impulse eines Experten unterstützen Sie dabei, die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsberufen nachhaltig zu stärken.

Im eintägigen Weiterbildungstag mit Rene Ballnus, einem ausgewiesenen Experten vom Karolinska Institutet (Stockholm), lernen Sie 

  • eine sichere und lernförderliche interprofessionelle Lernumgebung zu gestalten und Lernprozesse in Ihrer Rolle wirkungsvoll zu begleiten. 

  • praxisorientierte und wirkungsvolle Strategien und Methoden kennen, um interprofessionelle Kompetenzen bei den Studierenden nachhaltig zu stärken. 

  • aktiv an der Sicherung und Weiterentwicklung einer interprofessionellen Ausbildungsqualität mitzuwirken. 

Steckbrief

  • Titel/Abschluss SAS
  • Dauer 1 Kurstag
  • Unterrichtstage Freitag
  • Anmeldefrist 9. Januar 2026 – wir nehmen weiterhin Anmeldungen entgegen
  • Anzahl ECTS 1 ECTS-Credit
  • Kosten CHF 470
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung 20. März 2026

Inhalt + Aufbau

Porträt

Interprofessionelle Zusammenarbeit ist zentral für eine qualitativ hochwertige und patient*innenzentrierte Gesundheitsversorgung. Diese eintägige Weiterbildung richtet sich an Praxisausbildende und Bildungsverantwortliche aller Gesundheitsberufe, die interprofessionelles Lernen in ihrem Praxisalltag gezielt fördern möchten. Sie lernen, eine sichere und lernförderliche interprofessionelle Lernumgebung zu gestalten und Lernprozesse in ihrer Rolle wirkungsvoll zu begleiten. Dabei erwerben sie praxisorientierte und wirkungsvolle Methoden, um interprofessionelle Kompetenzen nachhaltig zu stärken. René Ballnus, ausgewiesener Experte vom Karolinska Institutet (Stockholm), bringt fundierte Impulse und erprobte Ansätze für eine interprofessionelle Ausbildungspraxis ein. 

Ausbildungsziel

Interprofessionelles Lernen in der Praxisausbildung 

Die Teilnehmenden kennen Modelle und Konzepte interprofessionellen Lernens und Zusammenarbeitens. Sie können interprofessionelle Lernaktivitäten planen, durchführen und reflektieren. Dabei beschreiben und nutzen sie verschiedene Strategien und Methoden zur Begleitung interprofessioneller Lernprozesse. Sie gestalten praxisorientierte Lernsettings – sowohl in der Einzelbegleitung als auch in Kleingruppen – und regen darin gezielt interprofessionelles Lernen an. Durch die Förderung der interprofessionellen Fähigkeiten unterschiedlicher Gesundheitsberufe tragen sie dazu bei, gemeinsames Verstehen, Handeln und nachhaltiges Lernen in der Praxis zu verankern. 

Rolle und Kompetenzen als Facilitator*in 

Die Teilnehmenden verstehen ihre Rolle als Facilitator*in der interprofessionellen Praxisausbildung. Sie agieren als Vorbild, fördern selbstgesteuertes Lernen und unterstützen Lernende in ihrer Kompetenzentwicklung im Bereich der interprofessionellen Zusammenarbeit.  

Gestaltung interprofessioneller Lernumgebung in der Praxis 

Die Teilnehmenden gestalten eine sichere und lernförderliche interprofessionelle Lernumgebung. Sie erkennen und nutzen «teachable moments», initiieren Reflexionsprozesse in Lern- und Praxisteams und wirken aktiv an der Sicherung und Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität mit. 

  • Interprofessionelle Praxisausbildung: Modelle und Konzepte (Interprofessionelles Lernen, Interprofessionelle Zusammenarbeit) 

  • Rolle und Kompetenzen als Facilitator*in in der interprofessionellen Praxisausbildung 

  • Die Rolle der Praxisausbildenden als Vorbild 

  • Zusammenarbeit zwischen Praxisausbildenden und Lernenden  

  • Merkmale von interprofessionellen Lernaktivitäten 

  • Gestaltung und Nutzung von interprofessionellen Lernsituationen («teachable moments» 

  • Methoden und Strategien 

    • Low level activities – Individuum 1:1 – Setting  

    • Kommunikation (wie z. B. SBAR) 

    • Kleingruppen: Workshadowing, Peer-Learning, Case-based Learning etc.  

  • Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur Implementierung Interprofessioneller Praxisausbildung 

  • Reflexion im Team der Praxisausbildenden und im Team der Lernenden 

  • Sichere interprofessionelle Lernumgebungen gestalten 

  • Umgang mit herausfordernden Situationen im interprofessionellen Kontext 

  • Sicherung der Praxisausbildendenqualität 

  • Feedback  

  • Teamdynamik 

Der Unterrichtstag ist praxisorientiert, interaktiv und partizipativ gestaltet. Sie erleben einen abwechslungsreichen Weiterbildungstag mit Impulsreferaten, Übungen, Diskussionen sowie Gruppen- und Einzelarbeiten.

Das individuelle Selbststudium unterstützt den Praxistransfer des Gelernten. Es umfasst die Vor- und Nachbereitung des Unterrichtstages sowie die Umsetzung des Kompetenznachweises.

Als Kompetenznachweis beschreiben und reflektieren Sie den Transfer der Interprofessionellen Praxisausbildung in Ihrer Praxis in einem Portfolioauftrag.  

Titel + Abschluss

SAS (Short Advanced Studies) in «Interprofessionelle Praxisausbildung»

Dozierende

Rene Ballnus, Karolinska Institutet Stockholm, Krankenpfleger, Diplom Pflegewirt, Abteilungsleiter an der Einheit für Lehren und Lernen, Dozent und Experte für klinische Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen

Rene Ballnus bringt langjährige Erfahrung in der Förderung interprofessioneller Teamarbeit sowie Leitung relevanter Bildungsinitiativen und Projekte mit. Er ist derzeit verantwortlich für die pädagogische Kompetenzentwicklung von Praxisausbildenden sämtlicher Berufsgruppen in der Region Stockholm. Des Weiteren fördert sein Team universitätsübergreifend die interprofessionelle Ausbildung am Karolinska Institutet. Rene Ballnus wirkt breit im nationalen und internationalen Zusammenhang für die Weiterentwicklung von interprofessionellen Initiativen.

Voraussetzungen + Zulassung

Praxisausbildende von Gesundheitsberufen sowie Praxisausbildende mit (geplanter) Ausbildungsverantwortung und/oder Leitung von Praxisausbildenden-Teams

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

1 Kurstag, März 2026 
Ca. 8 Stunden Präsenzunterricht und 22 Stunden Selbststudium, Total 30 Stunden studentischer Arbeitsaufwand. 
Kurszeiten in der Regel von 8.30 bis 16.30 Uhr 

  • Freitag, 20. März 2026 

Hinweis: Vorbereitende Aufgaben können, sofern vorgesehen, bereits vor dem ersten Kurstag Teil des Workloads sein und sollten entsprechend eingeplant werden.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

Alle Weiterbildungsangebote am Departement Gesundheit

Haben Sie noch mehr Wissenshunger? Stillen Sie ihn mit einer praxisorientierten Weiterbildung an der Berner Fachhochschule Gesundheit.