Neuentwicklung Sicherheitsgefäss
Neuentwicklung eines Sicherheitswaschgefässes durch Kombination von Engineering und Design: Erarbeitung mehrerer Konzepte mit Fokus auf Funktionalität, Herstellbarkeit und Kostenreduktion von bis zu 30 %.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Technik und Informatik
- Institut(e) Institute for Human Centered Engineering (HuCE)
- Forschungseinheit(en) HuCE / Labor für Mikroelektronik und Medical Devices
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit (geplant) 01.09.2025 - 31.12.2025
- Projektleitung Prof. Aymeric David Niederhauser
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Projektmitarbeitende
Dominik Maurer
Prof. Dr. Simon Kleiner
Fabian Bründler - Partner Rimann AG
Ausgangslage
Die Rimann AG produziert das bestehende Sicherheitswaschgefäss seit beinahe 86 Jahren in einer weitgehend unveränderten Form. Während das Produkt die grundlegenden Anforderungen nach wie vor erfüllt, zeigt sich, dass zentrale Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit, Gestaltung, Materialwahl und Herstellungsverfahren aufgrund veränderter Kostenstrukturen heute neu bewertet und hinterfragt werden müssen. Dies schafft die Ausgangsbasis für eine umfassende Neuentwicklung des weit verbreiteten Produktes. Das Ziel ist die Entwicklung eines tragfähigen Produktkonzepts für die Neuentwicklung des Sicherheitswaschgefässes. Das Konzept soll sowohl gestalterisch ansprechend (Visualisierung, Skizzen, Look & Feel) als auch technisch fundiert (Materialwahl, Herstellkosten, Machbarkeit) sein und die Basis für eine spätere Auskonstruktionsphase bilden.
Vorgehen
Für die Neuentwicklung des Sicherheitswaschgefässes ist neben der technischen Expertise der BFH auch ein starker Fokus auf ganzheitliche und nachhaltige Produktentwicklung, Produktdesign, Visualisierung und kreative Innovationsmethoden erforderlich. Diese Kompetenzen sind an der BFH nur teilweise vorhanden, weshalb die Zusammenarbeit mit einem externen Partner vorgesehen ist. Während die BFH ihre Stärken in Technologiekompetenz, Forschungstiefe, Herstellungsverfahren, Kostenbewertung und technischer Machbarkeit einbringt, liefert unser externer Partner eine professionelle Inspirationsbasis, methodische Unterstützung in kreativen Workshops, sowie in der Produktentwicklung und hochwertige visuelle Aufbereitung der Konzepte. Diese Synergie erhöht die Erfolgschancen: Die BFH deckt die technischen und wirtschaftlichen Aspekte ab, unser Partner bringt die kreativen, nutzerzentrierten und nachhaltigen Produktperspektiven ein. Damit wird sichergestellt, dass das Projekt nicht nur technologisch fundiert, sondern auch marktorientiert, gestalterisch überzeugend und zukunftsfähig entwickelt wird.
Ergebnisse
Im Rahmen des Projekts wurde zunächst eine umfassende Kontextanalyse durchgeführt, ergänzt durch gezielte Workshops und Ideation-Sessions, um ein breites Spektrum an Lösungsansätzen zu generieren. In einer ersten Iteration entstanden daraus verschiedene Konzeptideen, die anschliessend strukturiert geclustert und hinsichtlich Machbarkeit, Kosten und Herstellbarkeit bewertet wurden. In einer zweiten Iteration wurden die vielversprechendsten Ansätze konsolidiert, vertieft und technisch weiter ausgearbeitet. Dieser Prozess umfasste insbesondere die detaillierte Betrachtung von Materialien, Herstellungsverfahren sowie eine fundierte Kostenanalyse, wie sie auch in den definierten Arbeitspaketen zur Konzeptausarbeitung vorgesehen ist. Als Resultat konnten vier unterschiedliche Lösungsansätze – teilweise mit ergänzenden Untervarianten – entwickelt werden. Diese zeigen ein signifikantes Optimierungspotenzial und ermöglichen je nach Ausgestaltung eine Reduktion der initialen Herstellungskosten im Bereich von rund 15 bis 30 %, bei gleichzeitiger Sicherstellung der technischen Funktionalität und Umsetzbarkeit.