Mediation im Kindesschutz

Diese Weiterbildung behandelt Mediationen im behördlichen Kontext – insbesondere im Kindesschutz. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen Hochstrittigkeit und der Frage, wie die betroffenen Kinder in den Fokus genommen werden können.

Die Weiterbildung:

  • Verschafft Ihnen einen Überblick über Mediationen im behördlichen Kontext des Kindesschutzes.
  • Thematisiert die Bedeutung, Chancen und Grenzen von Mediationen im Kindesschutz.
  • Beleuchtet das Thema Hochstrittigkeit in der Mediation und den Umgang damit.
  • Wirft einen Blick auf Modelle und Methoden, die die betroffenen Kinder in den Fokus der Mediation nehmen.
  • Befähigt Sie, die Zusammenarbeit unter den beteiligten Fachpersonen kontextspezifisch und gewinnbringend zu gestalten
Kursteilnehmerinnen diskutieren am Tisch

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Mikro-Zertifikat
  • Dauer 6 Studientage
  • Unterrichtstage Mo - Fr
  • Anmeldefrist 20.8.2027
  • Anzahl ECTS Mit Kompetenznachweis: 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2’850
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 20./21. September 2027
    1./2. November 2027
    23./24. November 2027

Inhalt + Aufbau

Portrait

Die Weiterbildung befasst sich mit Mediationen im behördlichen Kontext des Kindesschutzes. Es wird aufgezeigt, welche Rolle Mediation hier spielt und welche Besonderheiten zu beachten sind. Sie erfahren, welche methodischen Anforderungen gestellt werden und wie die Zusammenarbeit unter den beteiligten Fachpersonen gestaltet wird. Sie lernen, die Bedürfnisse der hochstrittigen Eltern zu beachten und einzubeziehen und gleichzeitig diejenigen der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Fokus dieser Mediationen zu nehmen. Eine Fallwerkstatt ermöglicht, eigene Fälle zu diskutieren und zu bearbeiten.

Ausbildungsziel

  • Sie wissen, welche Rolle Mediationen im behördlichen Kontext des Kindesschutzes spielen können.
  • Sie kennen die besonderen Rahmenbedingungen von Mediationen im Kontext des Kindesschutzes und wissen, was bei der Zusammenarbeit unter den beteiligten Fachpersonen zu beachten ist.
  • Sie kennen Konfliktdynamiken und daraus resultierende Konsequenzen für die Gesprächsführung, die Vorbereitung der Gespräche und die Gestaltung des Settings bei Hochstrittigkeit.
  • Sie kennen verschiedene Modelle und Methoden, die der Fokussierung auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen dienlich sind.
  • Sie sind in der Lage, eine Mediation in Zusammenarbeit mit einer auftraggebenden Behörde aufzugleisen und durchzuführen.

Lerneinheit 1: Mediation im Kindesschutz

  • Rechtliche Grundlagen
  • Zusammenarbeit mit Gerichten und Behörden
  • Besondere Rahmenbedingungen
  • Interventionsmöglichkeiten ausserhalb der Mediation
  • Was kann Mediation bieten und wo sind ihre Grenzen

Lerneinheit 2: Umgang mit hochstrittigen Parteien in der Mediation

  • Was ist Hochstrittigkeit und wie entsteht sie (typische interaktionelle Konfliktdynamiken)
  • Woran erkenne ich Hochstrittigkeit und was brauchen hochstrittige Parteien
  • Auftragsklärung mit den Parteien
  • Wie kann Mediation mit hochstrittigen Parteien gelingen
  • Setting (Ausstattung und Sitzordnung)

Lerneinheit 3: Kinder im Fokus

  • Kindeswohl und Parteilichkeit für das Kind
  • Modelle und Methoden der kindszentrierten Mediation

Fallwerkstatt  «hochstrittige Eltern in der Mediation»

  • Bearbeitung von eigenen oder von der Kursleitung mitgebrachten Fällen
  • Erfahrungsaustausch und Diskussion von offenen Fragen
  • Plakatausstellung mit den erarbeiteten Kompetenznachweisen

Fachinputs, Reflexionsarbeit, Simulationstrainings und Filmanalysen. Einzelarbeit, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum

Sie möchten ECTS-Credits erwerben? Dann erbringen Sie einen erfolgreichen Kompetenznachweis:

  • Mindmap mit Bild und Text zu Reflexion des Lernprozesses (Plakatausstellung am letzten Kurstag)

Titel + Abschluss

Mikro-Zertifikat bei SAS mit ECTS-Abschluss

Was ist ein SAS – Short Advanced Studies?

Das Format Fachkurs heisst neu SAS. Das Weiterbildungsformat SAS vermittelt kompakt aktuelles Wissen und Sie können damit ECTS-Credits erwerben. Um ECTS-Credits zu erwerben, erfüllen Sie die Zulassungsbedingungen und erbringen einen erfolgreichen Kompetenznachweis. Die Weiterbildungen können je nach Inhalt an CAS, DAS und MAS angerechnet werden. 
Noch Fragen? 
Antworten finden Sie in unseren FAQ zu den Short Advanced Studies (SAS)

Dozierende

Andrea Staubli, lic. iur., Rechtsanwältin,Mediatorin FSM, ehem. Gerichtspräsidentin und ehem. Präsidentin der FSM FEDERATION SUISSE MEDIATION.

Kerstin Riedl, dipl. Sozialarbeiterin FH, MAS Mediation und Mediatorin FSM mit Spezialisierung in Familienmediation und Mediationssupervision, Ausbildung in systemischer Paar- und Familientherapie, hypnosystemischer Kommunikation und Ego-State-Therapie, in selbständiger Praxis sowie in der Fachstelle Beratung der Gemeinde Köniz als Mediatorin und Familienberaterin tätig.

Stephan Auerbach, lic.theol., Mediator FSM mit Spezialisierung in Familienmediation, Familienmediator beim Office Protestant de Consultations Conjugales et Familiales, Geschäftsführer Schweizerischer Verein für Familienmediation (SVFM)

Voraussetzungen + Zulassung

  • In Ausbildung stehende und ausgebildete Mediator*innen
  • Weitere Personen mit Grundkenntnissen in Mediation und einschlägiger Erfahrung im Kindesschutz: z. B.Berater*innen, Therapeut*innen, Sozialarbeitende, Mitarbeitende der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB), Rechtsanwält*innen, Richter*innen

Diese Weiterbildung kann von allen Interessierten besucht werden, die den CAS Mediation absolviert haben oder einen vergleichbaren Abschluss mitbringen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

20./21. September 2027
1./2. November 2027
23./24. November 2027
Jeweils 8.45-16.45 Uhr

Beratung + Infoveranstaltungen

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur

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