Beratung und Mandatsführung bei hochstrittigen Elternkonflikten

Sie lernen, souverän mit hochstrittigen Elternkonflikten im Kindesschutz umzugehen. Fachwissen und methodische Kompetenzen helfen Ihnen, zu vermitteln und das Kindeswohl ins Zentrum zu stellen.

Die Weiterbildung:

  • richtet sich an Fachpersonen in der Abklärung und Mandatsführung im Kindesschutz, Mitarbeitende von Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Sozialdiensten sowie von Beratungsstellen,
  • stellt Ihnen verschiedene Interventionsmöglichkeiten für die Arbeit mit strittigen Eltern vor,
  • vermittelt Ihnen Wissen zu den möglichen Auswirkungen von hochstrittigen Elternkonflikten auf die Kinder,
  • hilft Ihnen, sich in Ihrer Arbeit auf das Kindeswohl zu fokussieren,
  • macht es Ihnen möglich, Techniken der mediativen Konfliktintervention zu integrieren,
  • vermittelt Ihnen Wissen zu Eheschutz-, Trennungs- und Scheidungsverfahren, Unterhalt, Betreuungsmodellen, Kindeswohlgefährdung und Kindesschutzmassnahmen,
  • bietet Ihnen konkrete Möglichkeiten für Fallbesprechungen.
Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Mikro-Zertifikat / Teilnahmebestätigung
  • Dauer 6 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Wochentage
  • Anmeldefrist 8.10.2027
  • Anzahl ECTS Mit Kompetenznachweis: 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'500 (mit oder ohne ECTS-Credits)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 8./9. November 2027
    29./30. November 2027
    17./18. Januar 2028

Inhaltliche Auskünfte

Administrative Auskünfte

Inhalt + Aufbau

Portrait

Streitigkeiten zwischen getrenntlebenden Eltern stellen eine grosse Belastung für betroffene Kinder dar und können ihr Kindeswohl gefährden. Oft beschäftigen sich die KESB, Abklärungs- und Mandatsdienste über Jahre hinweg mit (hoch)strittigen Familien. Sie lernen in dieser Weiterbildung verschiedene Interventionsmöglichkeiten kennen, welche Familien unterstützen, die Situation zu bewältigen. Sie erwerben methodische Kompetenzen, um in Elternkonflikten deeskalierend und vermittelnd zu wirken. Gleichzeitig vermittelt Ihnen die Weiterbildung die nötigen fachlichen Grundlagen zu Hochstrittigkeit und Kindeswohlgefährdung sowie Wissen bezüglich der relevanten rechtlichen Aspekte.

Ausbildungsziel

  • Sie verfügen über vertieftes Fachwissen zu den Themen Hochkonfliktfamilien, Konflikt und Konfliktdynamiken.
  • Sie kennen die spezifischen Folgen von hochstrittigen Elternkonflikten in Bezug auf das Kindeswohl.
  • Sie kennen verschiedene Interventionsmöglichkeiten und Ansätze für die Arbeit mit strittigen Eltern.
  • Sie verfügen über methodische Kompetenzen zur Deeskalation und Vermittlung in Konflikten.
  • Sie verfügen über Kenntnisse der Eheschutz-, Trennungs- und Scheidungsverfahren durch das Zivilgericht.
  • Sie kennen die in Zusammenhang mit Hochkonfliktfamilien geeigneten Kindesschutzmassnahmen und die rechtlichen Möglichkeiten zur Intervention während eines laufenden Kindesschutzverfahrens.
  • Theoretische Grundlagen zum Thema Hochstrittigkeit, Konflikt und Konfliktdynamik (1 Tag)
  • Mediative Konfliktintervention: Kennenlernen und Einüben spezifischer Techniken (1 Tag)
  • Kennenlernen spezifischer Interventionsmöglichkeiten (1 Tag)
  • Kindeswohlgefährdung im Kontext von Elternstreitigkeiten, Empfehlungen abgeben in Bezug auf die Kinderzuteilung (1 Tag)
  • Rechtliche Aspekte: Eheschutz-, Trennungs- und Scheidungsverfahren, Interventionen in Kindesschutzverfahren, relevante Kindesschutzmassnahmen bei hochstrittigen Elternkonflikten (1 Tag)
  • Fallwerkstätte und Fallbesprechungen (1 Tag)

Die Weiterbildung ist nach aktuellen didaktischen Methoden der Erwachsenenbildung praxisorientiert und mit einem hohen Grad an Selbstorganisation gestaltet.

Sie möchten sich weiterbilden und benötigen keine ECTS-Credits? Dann nehmen Sie einfach an der Weiterbildung teil, ohne einen Kompetenznachweis zu erbringen. Bitte beachten Sie dennoch die unten aufgeführten Zulassungsbedingungen.

Sie möchten ECTS-Credits erwerben? Dann erbringen Sie einen erfolgreichen Kompetenznachweis.

Als Kompetenznachweis verfassen Sie einen Lernbericht, in welchem Sie Ihre Anwendung methodischer Elemente aus dem SAS in Ihrer Arbeitspraxis dokumentieren und Ihre entsprechenden Erfahrungen fachlich reflektieren.

Titel + Abschluss

Mikro-Zertifikat bei SAS mit ECTS-Abschluss und Teilnahmebestätigung ohne ECTS-Abschluss

Was ist ein SAS – Short Advanced Studies?

Das Format Fachkurs heisst neu SAS. Das Weiterbildungsformat SAS vermittelt kompakt aktuelles Wissen und Sie können damit ECTS-Credits erwerben. Um ECTS-Credits zu erwerben, erfüllen Sie die Zulassungsbedingungen und erbringen einen erfolgreichen Kompetenznachweis. Die Weiterbildungen können je nach Inhalt an CAS, DAS und MAS angerechnet werden. 

Möchten Sie sich weiterbilden, ohne ECTS-Credits zu erwerben? Dann nehmen Sie einfach am SAS teil, ohne einen Kompetenznachweis zu erbringen.
Noch Fragen? 
Antworten finden Sie in unseren FAQ zu den Short Advanced Studies (SAS)

Dozierende

Voraussetzungen + Zulassung

  • Fachpersonen, die mit der Abklärung von möglichen Kindeswohlgefährdungen oder der Mandatsführung im Kindesschutz betraut sind
  • Mitarbeitende von Beratungsstellen und Sozialdiensten
  • Mitarbeitende von Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden
  • Fachpersonen, die sich für die Thematik Hochstrittigkeit im Kontext des Kindesschutzes interessieren.

Diese Weiterbildung kann von allen Interessierten besucht werden.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

8./9. November 2027
29./30. November 2027
17./18. Januar 2028
Jeweils von 9.15–16.45 Uhr

Beratung + Infoveranstaltungen

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur