SERVE - Sozioökonomischer Wert von Atemwegsimpfungen bei Erwachsenen

Wir führen die empirische Studie «SERVE – Socio-Economic Value of Respiratory Vaccination: Evaluation for Swiss Adults» durch. SERVE wurde von einem Konsortium mehrerer Stakeholder in der Schweiz in Auftrag gegeben.

Steckbrief

  • Beteiligte Departemente Gesundheit
  • Institut(e) Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik
  • Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
  • Förderorganisation Andere
  • Laufzeit (geplant) 01.08.2025 - 31.08.2027
  • Projektleitung Niklaus Meier
  • Projektmitarbeitende Prof. Dr. Katharina Blankart
    Daniel Ammann
  • Partner GaleniCare Management AG
    Genossenschaft KPT
    GlaxoSmithKline AG
    Moderna Switzerland GmbH
    MSD Merck Sharp & Dohme AG
    Pfizer AG Zürich
    Sanofi-Aventis (Suisse) SA
    Pharmasuisse
    Stiftung Sanitas

Ausgangslage

Impfungen können erhebliche Vorteile in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens erzielen, darunter eine geringere Mortalität, eine verbesserte Lebensqualität, eine reduzierte Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie eine höhere wirtschaftliche Produktivität. Trotz dieser gut belegten Vorteile und der breiten Verfügbarkeit von Impfstoffen ist die Impfrate in bestimmten Krankheitsbereichen nach wie vor tief, insbesondere bei häufigen Atemwegserkrankungen und in der erwachsenen Bevölkerung. Um fundierte Entscheidungen zu unterstützen, besteht Bedarf an belastbaren Erkenntnissen über das Ausmass dieser gesundheitlichen und ökonomischen Effekte im Schweizer Kontext. Solche Informationen sind für die Allgemeinbevölkerung, das Gesundheitssystem und politische Entscheidungsträger*innen von zentraler Bedeutung.

Vorgehen

Ziel von SERVE ist es, den potenziellen sozioökonomischen Nutzen einer Erhöhung der Impfquote bei Schweizer Erwachsenen für vier Atemwegserkrankungen zu bewerten: Influenza, Respiratorisches Synzytialvirus (RSV), Pneumokokken-Erkrankungen und endemisches COVID-19. Das Forschungsprojekt vereint umfassende Expertise aus der Wissenschaft sowie aus dem SERVE-Konsortium. Durch die Kombination dieser interdisziplinären Expertise mit innovativen Methoden aus der Gesundheitsökonomie und Epidemiologie soll SERVE neue Erkenntnisse zu einem komplexen und gesundheitspolitisch relevanten Thema liefern.

Ergebnisse

Für jede der eingeschlossenen Erkrankungen werden wir die Krankheitslast abschätzen, einschliesslich der Kosten für Impfungen, der gesundheitsbezogenen Ausgaben sowie der negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Darüber hinaus analysieren wir Produktivitätsverluste von Infektionen und die potenziellen Produktivitätsgewinne für Unternehmen durch Impfprogramme für ihre Mitarbeitenden. Mithilfe epidemiologischer Übertragungsmodelle bewerten wir die Gesamtauswirkungen höherer Impfraten bei Erwachsenen auf Krankheitslast und Produktivität. Unter Berücksichtigung der Impfkosten (Impfstoff und Verabreichung) sowie der Veränderungen in gesundheitlichen und ökonomischen Ergebnissen schätzen wir den Return on Investment (ROI) pro investierten Schweizer Franken in die Erwachsenenimpfung für jede Erkrankung.

Ausblick

Derzeit erarbeiten wir ein detailliertes Studienprotokoll für SERVE, das in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wird. Auf dieser Grundlage werden wir die SERVE-Studie durchführen und die Ergebnisse sowie nicht vertrauliche Daten als Open-Access-Ressourcen publizieren. Sämtliche Rechte an den Forschungsergebnissen werden in den öffentlichen Bereich überführt, und alle im Rahmen von SERVE eingesetzten oder entwickelten Methoden werden als Open Source veröffentlicht. Die zusammengefassten Ergebnisse von SERVE werden zudem über kurze und allgemein verständliche Policy Briefs einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

SERVE – Socio-Economic Value of Respiratory Vaccination: Evaluation for Swiss Adults
SERVE – Socio-Economic Value of Respiratory Vaccination: Evaluation for Swiss Adults

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum