Künstliche Intelligenz auf Tour: Energie erfahren!

KI auf Tour: Energie erFahren! macht den Energieverbrauch von Künstlicher Intelligenz (KI) über eine mobile Station mit Fahrradergometer sichtbar und körperlich erfahrbar.

Steckbrief

Ausgangslage

Der Einsatz von KI prägt immer mehr Lebens- und Arbeitsbereiche; mit enormem Potenzial für Innovation, aber auch mit erheblichen ökologischen Kosten. Der Energie- und Ressourcenverbrauch von KI-Systemen bleibt jedoch meist unsichtbar. Gleichzeitig steigt die gesellschaftliche Relevanz von Fragen rund um Nachhaltigkeit, Digitalisierung und globale Gerechtigkeit. Um diese Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, braucht es neue, erfahrungsbasierte Formen der Wissenschaftskommunikation.

Vorgehen

Im Projekt wurde eine mobile, interaktive Demonstrationsstation entwickelt, um den Energieverbrauch von KI-Anwendungen für die breite Öffentlichkeit erfahrbar zu machen. Hierzu wurden ein KI-System, ein Fahrradergometer und eine Anwendung zur Berechnung des Energieverbrauchs von KI-Anfragen miteinander verbunden. Teilnehmende konnten eigene Prompts eingeben und mussten die für die Antwort erforderliche Energie durch körperliche Aktivität erzeugen. Das didaktische Konzept wurde durch eine begleitende Vorher-Nachher-Befragung ergänzt, um Lernerfolg und Bewusstseinsbildung zu untersuchen.

Ergebnisse

Im Rahmen des Projekts entstand ein funktionsfähiger Prototyp, der den Energieverbrauch von KI-Anwendungen in Echtzeit visualisiert und durch körperliche Aktivität erfahrbar macht. Die Demonstrationsstation wurde bei zwei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt und ermöglichtezahlreichen Teilnehmenden eine direkte Auseinandersetzung mit den ökologischen Auswirkungendigitaler Technologien. Die Befragungen zeigten einen deutlichen Erkenntnisgewinn hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen KI, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit sowie eine verstärkte Reflexiondes eigenen digitalen Verhaltens.

Ausblick

Die entwickelte Demonstrationsstation und das didaktische Konzept sollen zukünftig an weiteren Veranstaltungen eingesetzt und auf zusätzliche Zielgruppen, beispielsweise Schulen oderöffentliche Bildungseinrichtungen, ausgeweitet werden.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • 12: Verantwortungsvoller Konsum und Produktion