Auf Microservices basierende Architektur für digitale Gesundheitsinterventionen

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, eine auf Microservices basierende Systemarchitektur für die zukünftige Umsetzung skalierbarer und leicht anpassbarer digitaler Gesundheitsinterventionen zu untersuchen.

Steckbrief

  • Beteiligte Departemente Technik und Informatik
  • Institut(e) Institute for Patient-centered Digital Health (PCDH)
  • Förderorganisation Andere
  • Laufzeit 01.12.2022 - 30.09.2025
  • Projektleitung Prof. Dr. Kerstin Denecke
  • Projektmitarbeitende Robin Glauser
  • Partner INVENTUS BERN - Stiftung
  • Schlüsselwörter digitale Gesundheitsinterventionen

Ausgangslage

Digitale Gesundheitsinterventionen (Digital Health Interventions, DHI) haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, da sie skalierbare und kosteneffiziente Möglichkeiten bieten, Menschen bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung gesundheitsfördernder Verhaltensweisen zu unterstützen. Trotz ihrer Vielfalt weisen viele DHI gemeinsame Funktionalitäten auf, die lösungsübergreifend wiederverwendet werden könnten, um den Entwicklungsaufwand zu reduzieren. Dieses Potenzial wird jedoch bislang nur selten genutzt. Ziel des Projekts war es daher, zentrale Bausteine (Core Assets) digitaler Gesundheitsinterventionen zu identifizieren, um deren Entwicklung effizienter und systematischer zu gestalten.

Vorgehen

Zur Identifikation zentraler Bausteine digitaler Gesundheitsinterventionen wurden ausgewählte Anwendungen des BFH-Instituts Patient-centered Digital Health (u. a. SERO, SFK MindCare, Approches, eMMA, CLAIRE und Ana) analysiert. Dabei wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lösungen systematisch erfasst – ein zentraler Schritt im Software Product Line Engineering. Auf dieser Grundlage wurden wiederkehrende Funktionalitäten identifiziert und in einem Feature-Modell zusammengefasst. Die Ergebnisse wurden in mehreren Iterationen innerhalb des Projektteams diskutiert, überarbeitet und bis zum gemeinsamen Konsens verfeinert.

Ergebnisse

Im Projekt wurden zentrale Bausteine von DHI identifiziert, um deren Wiederverwendung als Microservices zu ermöglichen. Dies soll Entwicklungskosten senken, die Entwicklung beschleunigen, Standards sichern und die Qualität digitaler Gesundheitslösungen erhöhen. Zudem wurde die Variabilität eines spezifischen DHI-Typs untersucht. Künftige Arbeiten konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung und Wiederverwendung dieser Kernbausteine. Herausforderungen bestehen insbesondere in der kontinuierlichen Anpassung an aktualisierte Drittanbieter-Software und neue Entwicklungsframeworks, die die Wiederverwendbarkeit bestehender Komponenten beeinträchtigen können.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur