Staffelkulturen - ressourceneffizientes Produktionssystem für die Schweiz
Staffelkulturen sind zwei Hauptkulturen, die zeitlich und räumlich getrennt gesät und geerntet werden. Eine Verbesserung der Stickstoff- und Pflanzenschutz-Effizienz und Klimaresilienz des Schweizer Ackerbaus soll überprüft werden.
Fiche signalétique
- Départements participants Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
- Institut(s) Agronomie
- Unité(s) de recherche Durabilité et économie circulaire
- Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
- Durée (prévue) 01.09.2024 - 31.12.2031
- Direction du projet Dominik Füglistaller
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Équipe du projet
Dominik Füglistaller
Moira Marietta Rudaz
Stephan Michel
Yanik Schori
Prof. Dr. Bernhard Streit
Lorenz Tschumi
Lorenz Glauser -
Partenaire
Agrofutura AG
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FibL
Swiss No-Till
Kanton Aargau
Kanton Bern
Kanton Solothurn
Kanton Freiburg
Situation
Die Land- und Ernährungswirtschaft steht vor grossen Herausforderungen. Gemäss FAO (2017) wird der Bedarf an Nahrungsmitteln in den nächsten 30 Jahren um 60 % zunehmen. Die FAO zeigt sich zudem besorgt, dass die natürlichen Ressourcen durch die Landwirtschaft nicht nachhaltig genutzt würden. Auch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist der Ansicht, dass es gilt, angesichts des globalen und nationalen Bevölkerungswachstums die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten, und spricht in diesem Zusammenhang von «Ökologischer Intensivierung». Eine Möglichkeit, die unter- und oberirdischen Ressourcen besser zu nutzen, ist der Anbau von Mischkulturen. In der Schweiz hat sich insbesondere die klassische Mischkultur Gerste–Eiweisserbsen auf Biobetrieben durchsetzen können. Eine besondere Art der Mischkultur ist die «Culture Relais». Seit 2024 ist nun ein Ressourcenprojekt gestartet, welches durch das BLW und die Trägerschaft der Kantone Bern, Fribourg, Solothurn und Aargau finanziert wird. Dabei übernimmt die HAFL die wissenschaftliche Begleitung. Das Projekt dauert von 2024–2031 und involviert 30 Praxisbetriebe. Auf den Betrieben werden jeweils zwei Parzellen mit Reinkulturen und eine Parzelle mit der jeweiligen «Culture Relais» angebaut. Das Oberziel des Projektes ist, dass die N- und PSM-Effizienz innerhalb der Projektflächen im Staffelanbau um mindestens 20 % im Vergleich zu den in Reinkultur angebauten Kulturen steigt.