Entwerfen und Konstruieren mit Holz

In diesem CAS werden die spezifischen Eigenheiten und Planungsstrategien im mehrgeschossigen Holzbau – mit Fokus auf Gestaltung, Konstruktion und Nachhaltigkeit – vertieft. Sie üben die Holzbauplanung vom Entwurf bis zur Konstruktion und Detailplanung anhand konkreter Aufgaben aus dem Arbeitsalltag.

In diesem CAS lernen Sie

  • die Planung von Holzbauprojekten – vom Entwurf bis zur Ausführungsreife
  • Tragwerkskonzepte, Bauteile und Fassaden konstruktiv und gestalterisch zu entwickeln
  • Systeme und Details für ein- und mehrgeschossige Holzbauten gezielt einzusetzen
  • Die Gebäudetechnik frühzeitig und praxisgerecht in den Planungsprozess zu integrieren
  • Aspekte der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Lebenszyklus bei Ihrem Bauprojekt zu berücksichtigen
  • Ihre Ideen professionell umzusetzen – mit Expertencoaching und Atelierarbeit

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS) Entwerfen und Konstruieren mit Holz
  • Dauer Ca. 4 Monate (ca. 140 Kontaktlektionen / 200 Lektionen Selbststudium)
  • Unterrichtstage Donnerstag/Freitag/Samstag
  • Anmeldefrist Vier Wochen vor Studienbeginn
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6'900.-
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Biel
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung Frühjahr 2028

Inhalt + Aufbau

Das berufsbegleitende CAS Entwerfen und Konstruieren mit Holz baut auf dem CAS Bauen mit Holz auf, kann aber auch unabhängig davon besucht werden. In sieben Themenblöcken vertiefen Sie Ihr Wissen anhand konkreter Entwurfs- und Konstruktionsaufgaben.

Ausbildungsziele

  • Planung von Holzbauprojekten – vom ersten Entwurf bis zur Ausführungsreife, methodisch fundiert und praxisgerecht.
  • Systematische Entwurfsmethodik – „vom Groben zum Feinen“, Variantenstudium und Projektphasen.
  • Tragwerk, Fassaden und Bauteile – in gestalterischer, technischer und normativer Abstimmung.
  • Holzbau- und Deckensysteme des modernen, mehrgeschossigen Holzbaus – namentlich Skelett-, Rahmen-, und Massivholzbau.
  • Nachhaltigkeit, Gebäudetechnik und Wirtschaftlichkeit – integriert und vorausschauend geplant.
  • Projektarbeit im interdisziplinären Team – mit Atelierarbeit, Coaching und realen Fallstudien aus dem beruflichen Umfeld.

Praxis vor Ort – drei Exkursionen

Im Verlauf des CAS besuchen Sie drei unterschiedliche Stationen im Holzbauprozess:
• Bestand: Objektanalyse eines realisierten Holzbaus
• Betrieb: Produktion, Logistik, Werkstattplanung
• Planung: Entwurf, Planung und Konstruktion im Planungsbüro

Modulbeschrieb

Der Modulbeschrieb informiert Sie über die einzelnen Inhalte der Weiterbildung und die angestrebten Kompetenzen. Gerne lassen wir Ihnen den ausführlichen Modulbeschrieb zukommen.

Der Weiterbildungsstudiengang gliedert sich in folgende sieben Themenbereiche:

  1. Aktuelle Tendenzen im Holzbau, Einstieg Projektarbeit, Entwurfsmethodik
  2. Holzbausysteme, Prinzipien und Detail:
    Skelett-, Rahmen-, Massivholzbau, Decken- und Dachsysteme, Objektbesichtigung/-analyse
  3. Bauteilsysteme, Nachhaltigkeit und Gebäudetechnik:
    Gebäudetechnik, Koordination Holzbau, Kreislaufprinzipien und Nachhaltigkeit, Atelier/Coaching
  4. Gebäudehülle und Fassade:
    Materialwahl, Konstruktion, Schutzmassnahmen, Fenster- und Oberflächentechnik, Objektbesichtigung/-analyse
  5. Ausführungsplanung und Logistik:
    Werkstattplanung, Detailplanung, Schallschutz, Montageprozesse, Atelier/Coaching/Tischkritik
  6. Wirtschaftlichkeit und Erfolgsfaktoren:
    Kollaborative Zusammenarbeitsformen, Wirtschaftlichkeit, Kostentreiber, Machbarkeit und Optimierung, strategische Positionierung, Objektbesichtigung/-analyse
  7. Projektarbeit und Abschluss:
    Schlusspräsentation Projektarbeiten (Praxisprojekt im Team), Schlusskritik
  • Präsenzunterricht mit Atelierarbeit und Expertencoachings
  • Peer-to-Peer-Lernen in Kleingruppen
  • Praxisorientierte Projektarbeit mit konkreten Aufgabenstellungen
  • Exkursionen, Objektanalysen, Tischkritik

Die Projektarbeit ist der zentrale Kompetenznachweis dieses CAS. Sie wird gruppenweise erstellt, benotet und im Abschlusskolloquium präsentiert. Voraussetzung für den Erhalt des Certificate of Advanced Studies BFH Entwerfen und Konstruieren mit Holz und der 12 Credits (nach ECTS) sind:

  • 80 % Anwesenheit
  • termingerechte Abgabe
  • Bewertung mind. Note 4 (E)
  • erfolgreiche Präsentation und Verteidigung

Den Leitfaden Kompetenznachweise und die Kriterien der Kompetenzbeurteilung erhalten Sie zu Beginn des CAS.

Die Dozierenden sind ausgewiesene Fachleute aus der Wirtschaft (Holzingenieurwesen, Holzbau und Architektur) sowie erfahrene Dozenten und Fachspezialisten aus Forschung und Entwicklung: 

Christoph Fuhrmann
Dipl. Holznbauingenieur
Leiter Institut für Holzbau
BFH-AHB

Urs-Thomas Gerber
Dipl. Holzingenieur, M Sc. Architektur und Umwelt, Professor für Nachhaltiges Bauen
Dozent für Nachhaltiges Bauen, Schwerpunkt zirkuläres Bauen
BFH-AHB

Thomas Gurtner
Dipl. Ing. FH
Leiter CAS und MAS Holzbau 
BFH–AHB

Hanspeter Kolb
Prof. em.
Gründer und Mitinhaber
Holzbauexperten GmbH

 

Andreas Müller
Prof. em.
Geschäftsführer
Holzbauexperten GmbH

Anne Nyffeler
BSc Architektur, MAS digitales Bauen
sysTEAMatik

Urs Uehlinger
Dipl. Holzingenieur HTL
Co-Leiter Fachgruppe Gebäudehülle und Bauphysik
BFH-AHB

Thomas Volkmer
Dr. Dipl. Ing.
Leiter Fachgruppe Holzmodifikation und Verklebung
BFH-AHB

Markus Zimmermann
MSc Arch EPFL
Lehrbeauftragter
BFH-AHB

Stanislas Zimmermann
Professor für Architektur und Entwurf
Studiengangsleiter Master Architektur
BFH-AHB

Andreas Zweifel
BSc in Holztechnik, Hochbauzeichner, Brandschutzfachmann VKF,
Standortleiter
PIRMIN JUNG Schweiz AG

Martin Zaugg
Dipl. Ing. ETH / SIA / REG A /
Leiter Planung und Mitglied GL 
Zaugg AG Rohrbach


 

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Dieser Studiengang richtet sich an:

  • Absolvent*innen des CAS Bauen mit Holz (Grundlagenkurs) 
  • Architekt*innen und Bauingenieur*innen mit Berufserfahrung im Holzbau
  • Fachleute aus Planung, Ausführung und Holzbaubranche mit Projektverantwortung
  • Fachpersonen aus Holzbauplanung, Tragwerksplanung und verwandten Disziplinen
  • Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung im entsprechenden Umfeld.
  • Zulassung auch ohne Hochschulabschluss möglich, wenn Sie über einen gleichwertigen, eidgenössischen Diplomabschluss verfügen. Mehrere Jahre Berufserfahrung im entsprechenden Umfeld sind Voraussetzung.
  • Bewerber*innen, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur Dossier» zugelassen werden.

CHF 6’900.- inkl. elektronischer Kursunterlagen.

Nicht inbegriffen sind Kosten für Verpflegung, Übernachtungen, Anreise und Parkgebühren, sowie alle Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten bei Exkursionen.

Studierende, die mindestens sechs Monate vor Studienbeginn in einem Betrieb gearbeitet haben, der dem Verband Holzbau Schweiz angeschlossen ist, erhalten Unterstützungsbeiträge aus dem Berufsförderungsfonds.

Berufsförderungsfonds Holzbau Schweiz

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