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Regatron im Smart Grid Lab
11.05.2026 Regatron, Schweizer Hersteller von programmierbaren DC- und AC-Stromversorgungen, hat während zwei Tagen Messungen im Smart Grid Lab durchgeführt. Ziel der Messungen war es, ein Produkt für einen Zukunftsmarkt zu optimieren.
Das Wichtigste in Kürze
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Regatron und das Smart Grid Lab haben in den letzten Jahren eine enge Zusammenarbeit aufgebaut.
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Während zwei Tagen erfolgten gemeinsam Messungen zum Vergleich von emulierten und realen Systemen – konkret: Resonanzkreistests für die Inselnetzerkennung.
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Durch die Zusammenarbeit können die Stromversorgungen stetig verbessert werden; die Erfahrungen aus dem täglichen Gebrauch der Geräte im Labor fliessen direkt zurück zum Hersteller.
Tests mit realer und emulierter Netzimpedanz
Schon seit vielen Jahren sind Geräte von Regatron sowohl im Labor für Photovoltaiksysteme als auch im Labor für Elektrizitätsnetze der Berner Fachhochschule im Einsatz. Es handelt sich dabei um Stromversorgungen, die vorwiegend zur Emulation von Systemen, beispielsweise von Elektrizitätsnetzen, verwendet werden. Solche «grid emulators» kommen zum Einsatz, wenn das Verhalten von Testgeräten in speziellen Netzsituationen untersucht wird, zum Beispiel bei über die Grenzwerte ansteigender Netzfrequenz.
Bei den gemeinsamen Messungen ging es für spezifische Wechselrichtertests um einen Vergleich zwischen einer emulierten und einer realen Netzimpedanz. In einem Fall wurde also das Stromnetz inklusive seiner Impedanz komplett durch die AC-Stromversorgung emuliert. Das Verhalten wurde danach verglichen mit einem Aufbau, in welchem die Netzimpedanz am Ausgang des grid emulators mit realen RLC-Lasten nachgebildet wurde. Diese Messkampagne war für beide Parteien sehr lehrreich und konstruktiv.
PV-Emulation verbindet Regatron und BFH
Die jüngste Zusammenarbeit der Berner Fachhochschule und Regatron startete im Bereich der Emulation von Photovoltaikanlagen. Es handelt sich also um eine «PV-Anlage», die per Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden kann und bei der die «Sonneneinstrahlung» mit simplen Befehlen flexibel variiert werden kann. Das Labor für Photovoltaiksysteme hat in diesem Bereich viel Erfahrung und baute in der Vergangenheit selbst solche PV-Emulatoren. Die damals käuflich erwerbbaren Geräte konnten die Anforderungen des Labors – insbesondere der Dynamik – nicht erfüllen. Auch heute decken nur wenige Geräte am Markt diese Ansprüche. Mit der Gründung des Smart Grid Lab sollte aber genau der Leistungsumfang solcher Geräte aufgestockt werden. Da das entsprechende Gerät von Regatron ebenfalls nicht alle notwendigen Spezifikationen erfüllte, wurde das Produkt in Zusammenarbeit optimiert.