Inklusives Wohnen
Inklusives Wohnen braucht barrierefreien Wohnraum. Wir entwickeln Werkzeuge, die Wohnbauträger, Verwaltungen und Planende bei der Realisierung von hindernisfreien, inklusiven und nachhaltigen Sanierungen begleiten.
Fiche signalétique
- Départements participants Travail Social
- Institut(s) Institut de sécurité sociale et de politiques sociales
- Champ thématique stratégique Champ thématique "Développement durable"
- Organisation d'encouragement BFH
- Durée (prévue) 01.02.2026 - 30.11.2026
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Direction du projet
Dr. Christoph Tschanz
Prof. Matthias von Bergen -
Équipe du projet
Rispa Stephen
Andreas Sager
Prof. William Fuhrer
Kathrin Jungo
Situation
In Sanierungsprozessen fliessen die architektonischen, sozialen und finanzielle Logiken oft getrennt ein. Unser Ansatz verbindet diese Perspektiven erstmals systematisch und bewusst offen. Die Werkzeuge - zum Beispiel ein Entscheidbaum - werden im Projektverlauf so entwickelt, dass potenzielle Projektpartner aktiv mitbestimmen können, welche Themen, Schnittstellen und Entscheidungssituationen aufgenommen werden. Der innovative Kern des Projekts liegt weniger in einem bereits vorgängig bestimmbaren Produkt als in der gemeinsamen Entwicklung von Werkzeugen. Diese verbinden soziale und bauliche Prozesslogiken und lassen sich flexibel an unterschiedliche Praxisbedürfnisse anpassen. Potenzielle Projektpartner bestimmen mit, was diese Werkzeuge genau beinhaltet und wie diese ausgestaltet werden.
Approche
Die Methode folgt einer prozessorientierten Entwicklungslogik. Im ersten Schritt werden reale Abläufe von Sanierungsprozessen durch Prozessanalysen und Fallstudien sichtbar gemacht. Auf dieser Grundlage entsteht ein Prozessmapping, das Entscheidungs- und Interaktionspunkte zwischen Architektur, Planung und Sozialer Arbeit sowie der Nutzerschaft offenlegt und zentrale Handlungsfelder identifiziert. Daraus wird ein Idealprozess für inklusives Sanieren bestehender Bauten modelliert. Parallel werden bestehende Beteiligungs-, Planungs- und Aushandlungsinstrumente gesammelt und auf ihre Anschlussfähigkeit geprüft. Ziel der Instrumente ist es, für die relevanten Akteure alltags- und praxistaugliche Hilfestellungen zu entwickeln, die unter einem gemeinsamen Dach frei zur Verfügung gestellt werden können.