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«Anno 1811»
14.04.2026 Eine Sonderausstellung im Klingenden Museum Bern widmet sich den Anfängen der Blasmusik in der Schweiz. Das SNF-Forschungsprojekt «Hundwil-Konvolut» der HKB spielt darin eine wichtige Rolle.
Im Klingenden Museum Bern liegt ein Konvolut aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bestehend aus 20 Blas- und Schlaginstrumenten sowie 49 handschriftlichen Notenbüchern. Dieses «Hundwil-Konvolut» geht auf zwei Musikgesellschaften in der Ostschweiz zurück, die die damals neue Form der Blasmusik mit Klarinetten als Melodieinstrumenten und viel Schlaginstrumenten pflegten.
Seit dem Jahr 2023 untersucht die Hochschule der Künste Bern dieses Konvolut im Rahmen eines Forschungsprojekts, das der Schweizerische Nationalfonds SNF finanziert, um daraus das Entstehen einer damals neuen Form der Blasmusik zu erfassen. Dabei konnten die Forscher*innen bereits aufzeigen, dass die ältesten der im Museum erhaltenen Notenbücher und Instrumente sogar auf die Zeit vor 1800 zurückgehen und dass sich Musik und Besetzung dieser Blasmusik danach kontinuierlich modernisierten.
Die Sonderausstellung «Anno 1811» im Klingenden Museum, das Partner im SNF-Projekt ist, vermittelt nun erste Forschungsresultate: Sie lässt die Wiederaufführung dieser Musik mit Videos erklingen, zeigt die Originalinstrumente und -noten und lässt das damalige Vereinsleben aufgrund neu entdeckter Dokumente aufleben.
Die Vernissage der Ausstellung mit einem Konzert auf historischen Instrumenten findet am Donnerstag, den 16. April um 18 Uhr im Klingenden Museum Bern statt.