Alumni im Fokus

  • Master of Science in Engineering

Porträt Simon Zumbrunnen

«Die Ingenieurtechnik ist für mich ein Handwerk.». Simon Zumbrunnen hat das Hightech Start-up ReseaTech gegründet. Wie es dazu gekommen ist, sagt er im Interview.

Simon Zumbrunnen

Was hast du an der BFH studiert? Wann hast du dein Studium abgeschlossen?
2010 den Bachelor of Science in Maschinentechnik und 2012 den Master of Science in Engineering mit der Vertiefung Industrial Technologies.

Was hast du aus dem Studium an der BFH mitgenommen?
Sehr vieles! Als zweiter Bildungsweg war das Ingenieurstudium für mich eine absolute Genugtuung, weil ich endlich wusste, dass ich am richtigen Ort gelandet bin. Die Ingenieurtechnik ist für mich ein Handwerk. Das Studium hat mir extrem viele tolle Werkzeuge zur Hand gegeben und ich konnte diese auch sehr kurzfristig anwenden.

Was hat dir rückblickend während deiner Studienzeit an der BFH gefehlt?
Nichts Drastisches. Ich hätte vielleicht etwas mehr auf betriebswirtschaftliche Fächer setzen können, obwohl Unternehmertum auch Teil des Masterstudiums war. Man weiss im Voraus halt nie so genau wo man landet...

Du hast zusammen mit Philip Haslebacher das Hightech Start-up ReseaTech GmbH gegründet. Wie ist es dazu gekommen und wie hat sich das Start-up entwickelt?
Philipp hat als Assistent von der elektronischen Seite meine Bachelor- und auch Masterarbeit begleitet, welche die Grundlage für unser Firmen Know-How geworden ist. Danach konnten wir mit der Firma ReseaCHEM ein KTI*-Projekt durchführen, welches zum Ziel hatte, die Technologie zu verfeinern. Nach Beendigung des Projektes haben wir dann als Teilzeitbeschäftigung beim Institut für Drucktechnologie IDT der Berner Fachhochschule weitergearbeitet und nebenan mit dem Aufbau der Firma begonnen.

* Die Innosuisse hat als Innovationsförderagentur des Bundes die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) per 1. Januar 2018 abgelöst. Den Grundauftrag wird sie weiterführen: die wissenschaftsbasierte Innovation im Interesse von Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz fördern.

War der Weg in die Selbstständigkeit schon immer dein Ziel?
Freunde haben schon früher über mich gesagt, dass ich ein Unternehmer werde. Ich habe das aber selbst nicht so offensichtlich gesehen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass das Unternehmertum schon sehr gut zu mir passt.

Was fasziniert dich an deinem Beruf/deiner Tätigkeit?
Die Vielseitigkeit der Arbeiten in einem Startup sind sowohl Chance wie auch Last. Mir gefällt die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und direkt mit dem Kunden zu tun zu haben, während man gleichzeitig in der Technik bleibt. Bei einem grossen Unternehmen gäbe es nur entweder/-oder.

Bist du Mitglied in einer Alumni-Organisation? Was ist für dich ein Mehrwert der Alumni-Arbeit an Hochschulen?
Nein, soweit ich weiss nicht.

Welchen Rat gibst du künftigen und aktuellen Studierenden mit auf den Weg?
Male dir ein klares Ziel vor Augen, wo du in 5 oder 10 Jahren stehen willst. Was willst du Arbeiten, was verdienen, wie willst du wohnen usw... Es ist erstaunlich was wir erreichen können, wenn wir wissen was wir wollen (und damit auch was nicht).

Was machst du in deiner Freizeit?
Ich glaube ich habe eine sehr gesunde Work-Life-Balance: Ich verbringe viel Zeit als Papa mit meinen beiden Töchtern. Zudem habe ich verschiedenste Hobbys wie Radsport, Musik, Modellflug oder auch Umbauten am Haus.

(Stand des Interviews: März 2020)