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BFH-Tag 2026: Mit Kreativität zum Mehrwert

04.11.2026 In einer Welt im Wandel sind Kreativität und Unternehmertum wichtige Zukunftskompetenzen. Der BFH-Tag 2026 bot inspirierende Einblicke, praxisnahe Beispiele und neue Perspektiven für nachhaltige Innovation.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kreativität und Unternehmertum sind keine angeborenen Eigenschaften, sondern Kompetenzen, die sich gezielt fördern und entwickeln lassen.

  • Die BFH verankert unternehmerisches Denken in Forschung und Lehre und begleitet Ideen von der Entwicklung bis zur gesellschaftlichen Wirkung.

  • Sieben Initiativen zeigten am BFH-Tag, wie vielfältig kreative und unternehmerische Lösungen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Mehrwert schaffen.

  • Rund 300 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur tauschten sich am BFH-Tag 2026 aus. Der nächste BFH-Tag findet am 16. November 2027 statt.

Der wirtschaftliche Druck hat sich in jüngster Zeit für viele Unternehmen und Organisationen markant erhöht. Innovationskraft, Erfindergeist und Unternehmertum sind in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.

Was brauchen wir, damit Ideen sich durchsetzen und zum Erfolg werden? Wie können wir unsere eigenen Fähigkeiten sowie die unserer Mitarbeitenden heben und eine unternehmerische Kultur fördern? Dies Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen BFH-Tags. Oft wird behauptet, Kreativität und Unternehmungsgeist seien angeboren – lernen könne man das nicht.

«Wir glauben, dass Unternehmertum und Kreativität in uns allen stecken und sich entwickeln lassen. Aber dieser Schatz muss gehoben werden – und genau das tun wir in allen unseren Studiengängen. Wir bilden Unternehmer*innen aus und wollen die unternehmerischste Fachhochschule der Schweiz sein», wie Rektor Sebastian Wörwag bei seiner Eröffnungsansprache des diesjährigen BFH-Tags darlegte.

BFH-Rektor Sebastian Wörwag auf der Bühne
BFH-Rektor Sebastian Wörwag hob das BFH-Ziel hervor, die unternehmerischste Fachhochschule der Schweiz zu sein.

«Unternehmensgeist ist auch – oder vor allem – der Wille, etwas zu bewegen. Ein Start-up ist ein guter, aber längst nicht der einzige Weg dazu. Kreativität und kompetente Menschen bringen Ideen auch in bestehende Betriebe, Institutionen und Organisationen mit ein. Sie entdecken Möglichkeiten, übernehmen Verantwortung und arbeiten mit anderen daran, etwas weiterzuentwickeln. Die BFH schafft ein ausgezeichnetes Umfeld dafür; wie keine andere Schweizer Fachhochschule gelingt es ihr, ihre Absolventinnen zeitnah und stimmig in den Arbeitsmarkt zu integrieren», unterstrich Reto Müller, Regierungsrat des Kantons Bern und Vorsteher der Bildungs- und Kulturdirektion, in seinem Grusswort.

 Reto Müller, Regierungsrat des Kantons Bern, auf der Bühne
Der Berner Regierungsrat Reto Müller lobte in seinem Grusswort die BFH dafür, wie sie ihre Absolvent*innen in den Arbeitsmarkt integriert.

Dass wir alle kreativ sind und Kreativität in jedem von uns steckt, unterstrich Maria Brasser, Neurowissenschaftlerin, Psychologin, Lehrerin und Mitgründerin der Hirncoach AG, in ihrer Keynote noch einmal eindrücklich. Sie veranschaulichte interaktiv mit dem Publikum, wie wir Kreativität als Individuum gezielt pflegen sowie fördern können, und sorgte damit für viele lächelnde Gesichter.

Maria Brasser auf der Bühne
Die Neurowissenschaftlerin Maria Brasser veranschaulichte interaktiv, wie wir Kreativität gezielt pflegen und fördern können.

Welche Rolle die BFH einnimmt, um Kreativität und Unternehmergeist zu fördern, wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung bewiesen. Die BFH versteht sich als die unternehmerische Hochschule mit einer grossen Vielfalt an Angeboten, die Macher*innen und unternehmerische Köpfe auf ihrem gesamten Weg begleiten – von der Ideenentwicklung über die Gründung bis zu dem Moment, in dem eine Idee gesellschaftliche Wirkung entfaltet.

Forschung und Lehre an der BFH unterstützen unternehmerisches Handeln

Tatsächlich: Unternehmerisches Handeln und Entrepreneurship sind breit in Forschung und Lehre der BFH verankert, wie Sebastian Gurtner, Professor für Gesundheitsmanagement, Strategie und Innovation & Entrepreneurship, betont.

Dabei versteht er Wert nicht nur als reinen Kundennutzen oder Unternehmensumsatz. Ihn interessiert vielmehr, welchen Beitrag unternehmerisches Handeln zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten kann – wie etwa bei den Themen bezahlbarer Wohnraum, gesunde Ernährung oder Bildung.

Und in der Lehre? Mit Blick auf den Future Jobs Report des WEF wird klar:

Kreativität und unternehmerisches Handeln sind Zukunftskompetenzen. Die Studierenden werden breit zu Entrepreneurship-Expert*innen ausgebildet. Sie lernen verschiedene Formen des Unternehmertums kennen, hinterfragen diese kritisch und agieren verantwortungsvoll, wie Susan Müller, Studienbegleiterin des MSc in Entrepreneurship & Business Innovation, festhält.

Unternehmerische Initiativen und Menschen im Fokus

Ein grosses Highlight des Abends ist die Vorstellung von sieben unternehmerischen Initiativen und Menschen, die diese voranbringen. Die Beiträge verdeutlichen eindrucksvoll die Relevanz von Kreativität sowohl in der Ideenfindung als auch in der Umsetzung.

Die Präsentationen von Projekten, Lösungsansätzen oder etablierten Geschäftsideen spiegeln eine beeindruckende Vielfalt wider: Sie reichen von individuell designbaren Velos eines Berner KMUs über ein Integrationsprojekt für qualifizierte Geflüchtete bis hin zu einer revolutionären Idee zur nachhaltigen Fischfütterung. Auch ein innovatives Spiel-Kartenset, das den Musikunterricht für Menschen mit Neurodivergenz bereichert, gehört dazu.

Weitere vorgestellte Projekte, bei denen Kreativität in der Umsetzung eine zentrale Rolle spielt, reichen von nachhaltigen Baum-Investments für Privatpersonen über zukunftsweisende, hochpräzise Katheterlösungen, die Patientenvorsorge verbessern und den MedTech-Standort Bern stärken, bis hin zu einem hochinnovativen Rollstuhl mit Roboter-Arm, der Menschen zu mehr Eigenständigkeit verhilft.

Die Beiträge und die lebhafte Diskussion der Teilnehmenden machen deutlich, welch grosser Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen wird und welche zentrale Rolle Kreativität sowie unternehmerisches Handeln dabei spielen. Die BFH als unternehmerische Hochschule schafft den Raum und fördert Kreativität und Unternehmertum, woraus echter Mehrwert entsteht – sei es im wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich.

Der diesjährige BFH-Tag war erneut ein Erfolg. Die rund 300 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur brachten sich aktiv in die Veranstaltung ein und konnten wertvolle Impulse mitnehmen. Ein Flying Diner bildete den Ausklang des Abends.

Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein grosser Gewinn. Viele der Teilnehmenden haben sich den nächsten BFH-Tag sicher bereits im Kalender vornotiert: Dieser findet am 16. November 2027 statt.

Wir freuen uns schon jetzt sehr darauf!

 

Haben auch Sie eine Idee? Lassen Sie uns gemeinsam etwas daraus machen. Melden Sie sich beim Entrepreneurship Office der BFH.

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