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Neues Paper zum Einfluss von Digitalisierung aufs Klima
07.04.2026 Einerseits kann die Digitalisierung zur Energieeffizienz beitragen und nachhaltige Innovationen ermöglichen, andererseits verursacht sie auch enorme Umweltbelastungen. Der Beitrag von Jan Bieser, Maike Gossen und Johanna Pohl untersucht die Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Materialität im Hinblick auf Nachhaltigkeit.
Die Digitalisierung beeinflusst nahezu alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche und birgt Chancen sowie Risiken für Umwelt und Klima. Einerseits können Informations- und Kommunikationstechnologien zur Energieeffizienz beitragen und nachhaltige Innovationen ermöglichen, andererseits verursachen sie enorme Umweltbelastungen durch Energieverbrauch, Rohstoffbedarf und Elektroschrott. Das Kapitel «Umwelt und Klima» im «Handbuch Materialität und Digitalität» (2026, J.B. Metzler Berlin, Heidelberg) untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Materialität im Hinblick auf Nachhaltigkeitseffekte.
Prof. Dr. Jan Bieser vom Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule, Dr. Johanna Pohl von Intep und Dr. Maike Gossen von der Technischen Universität Berlin vergleichen in ihrer Studie die direkten und indirekten Umwelteffekte digitaler und analoger Technologien und zeigen Potenziale sowie Zielkonflikte in verschiedenen Anwendungsbereichen auf. Abschließend wird das Konzept der digitalen Suffizienz als Strategie zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs diskutiert. Ein gezielter und nachhaltiger Einsatz digitaler Technologien ist erforderlich, um negative Auswirkungen für Umwelt und Klima zu minimieren und die Digitalisierung als positiven Treiber für nachhaltige Entwicklung zu nutzen.
Das Paper ist Teil eines Handbuchs (Details siehe oben), das bei Springer Nature Link verfügbar ist, die weltweit führende Online-Plattform für wissenschaftliche Literatur.