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Baukultur gestalten: wertebasiert und partizipativ
23.03.2026 Die nachhaltige Transformation des gebauten Raums gelingt nur, wenn alle Betroffenen ins Boot geholt werden. Ein aktuelles Forschungsprojekt der BFH kombiniert Kulturtechniken und entwickelt daraus neue Werkzeuge für eine aktive Teilhabe.
Das Projekt entsteht im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Baukultur» und vereint Architekten, Conservation Professionals, Architekturhistoriker und Designforscherinnen aus den Instituten «Materialität in Kunst und Kultur» (HKB), «Design Research» (HKB) und «Siedlung, Architektur und Konstruktion» (AHB). Es untersucht, wie Wissens- und Methodentransfers in einem disziplinenübergreifenden Ansatz umgesetzt und für die nachhaltige Transformation des Raums nutzbar gemacht werden können. Es kombiniert Kulturtechniken aus Denkmalpflege, Städtebau und Design und entwickelt daraus neue Werkzeuge, um Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Quartiere und Dörfer zu beteiligen. Dabei wird die wertebasierte Herangehensweise der Denkmalpflege auf den gesamten Gebäudebestand ausgedehnt und mit einem partizipativen, transdisziplinären Ansatz aus der Designforschung verbunden, bei dem sogenannte Cultural Probes zum Einsatz kommen.
Diese Methode erlaubt es, Anwohnende und Nutzende als Expert*innen des Orts auf Augenhöhe in Planungs- und Entwicklungsprozesse einzubeziehen und ihr kreatives Potenzial freizusetzen. Eine enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern stellt sicher, dass das Projekt eine reale Wirkung entfaltet und einem breiten Spektrum von Akteuren wie kantonalen und lokalen Behörden, Baugenossenschaften, Architekt*innen, Raum- und Stadtentwickler*innen sowie Hochschulen, Verbänden und Organisationen zugutekommt.
Detaillierte Informationen zum Projekt bietet die neuste Ausgabe des Bulletins des Netzwerks Kulturerbe Schweiz, welche dem nationalen Forschungsprogramm NFP 81 Baukultur gewidmet ist.